Big Data – Ein Berg an Daten

Big Data – Ein Berg an Daten?

Der Begriff „Big Data“ ist derzeit in aller Munde. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Buzzword? Welche Daten sind gemeint und welche Chancen oder Gefahren ergeben sich aus Sicht der Unternehmen?

Egal ob wir uns im Online-Shop neue Schuhe bestellen, Beiträge auf Social Media teilen oder im Internet nach Veranstaltungen am Wochenende suchen – immer werden Daten gesammelt, die etwas über uns aussagen und damit Rückschlüsse auf unsere Person geben sollen. Dieses Prinzip funktioniert natürlich nicht nur bei Privatpersonen. Daten werden auch im großen Stil in der Finanzindustrie, im Gesundheitswesen, Verkehr oder Energiewirtschaft gewonnen. Diese Ansammlung von umfangreichen und unstrukturierten Daten wird häufig als Big Data umschrieben. Durch die Vernetzung von Daten, ergeben sich neuartige Nutzungsszenarien. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang ist auch das Internet der Dinge.

Data-Mining: Muster erkennen

Um die Daten wirtschaftlich zu nutzen, reicht es nicht aus, die Daten nur zu besitzen. Das Ziel besteht darin, die Informationsflut zu strukturieren, zu verarbeiten und auszuwerten. Dafür benötigt man leistungsstarke IT-Lösungen, die nach Zusammenhängen, Trends und Erkenntnissen suchen. Dieser Prozess wird Data-Mining genannt. Hier liegt die aktuelle Schwierigkeit beim Thema Big Data.

Chancen für die Wirtschaft

Die angehäuften Daten geben Aufschluss über Interessenten, Kunden, ihr Kaufverhalten und Risikopotential. Im Detail zählen dazu beispielsweise demographische Angaben, die eine bestimmte Zielgruppe charakterisieren. Aus weitreichenden Erkenntnissen lassen sich ganze Geschäftsmodelle optimieren. Auch im Rahmen der Industrie 4.0 werden dank Daten Produktionen verbessert und flexibilisiert. Vorrechnungen sollen zu einer effektiveren Positionierung auf dem Markt verhelfen.

Herausforderungen und Kritikpunkte

In den Medien wird die Sammlung von Daten häufig diskutiert. Dabei geht es um die Frage, ob Big Data den Datenschutz missachtet und das Persönlichkeitsrecht verletzt. Denn häufig wissen Betroffene nicht, welche Daten von ihnen gesammelt werden und wie diese verwendet werden. Problematisch wird es, wenn Daten zu Erkenntnissen führen, die zum Beispiel diskriminierend sind: Lebt jemand in einem sozialschwachen Wohnbezirk, kann die Kreditwürdigkeit sinken. Daraus ergeben sich moralische Fragen, mit denen sich die Informationstechnik befasst. Dazu zählt in erster Linie die sogenannte digitale Bevormundung oder überspitzt formuliert die Theorie eines Überwachungsstaats. Hier beziehen sich Wissenschaftler die Gestalt „Big Brother“, die in Orson Wells Werk „1984“ vorkommt. Sie beobachtet die Einwohner und dient so einem totalitären Regime.

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https://bigdatablog.de/big-data/
https://www.bigdata-insider.de/was-ist-big-data-a-562440/
https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/big-data?interstitial
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/big-data-54101